Weissenhäuser Strand: Das Feriencenter

von Sören Baumann

Mein erstes Jahr als Rettungsschwimmer der DLRG verbrachte ich in der Rettungswache Weissenhäuser Strand in der Hohwachterbucht.

Die Hauptwache am Weissenhäuser Strand wurde im Winter 2004 saniert und erstrahlt nun in neuen Glanz. Auf dem vier Kilometer langen Sandstrand wurden sechs neue Türme errichtet, die den Rettungsschwimmer vor Wind und Wetter schützen. Die Wachmannschaft besteht aus 16 Mann, darunter ein Wachleiter und ein Bootsführer für das schon etwas ältere Motorrettungsboot.

Untergebracht sind die Rettungsschwimmer in zwei direkt übereinander liegenden Appartements. In einem Appartement wohnen etwa acht Wachgänger. Jedes Appartement ist mit einer Küche, zwei Badezimmern, einem ausreichend großem Aufenthaltraum und natürlich mit mehreren Schlafräumen ausgestattet.

Ein normaler Wachtag beginnt gegen acht Uhr mit dem Frühstück. Danach gehen alle Wachgänger zu der am Strand gelegenen Hauptwache. Hier gibt es eine kurze Wachbesprechung und die Turmeinteilung wird vorgenommen. Zwischen 9:30 und 10:00 Uhr werden die Türme besetzt. Der Wachtag endet um 18:00 Uhr mit dem Aufklaren der Türme und der Hauptwache.

Auch für die Versorgung der Rettungsschwimmer während des Wachtages ist gesorgt. In einem Restaurant bekommt jeder Wachgänger gegen Vorlage eines Gutscheins ein Mittagessen zubereitet.

Der Abend wird meist in Gemeinschaft mit der gesamten Wachmannschaft verbracht. Hier spielen vor allem die Nähe zum Strand und die beiden großen Aufenthaltsräume eine große Rolle. Je nach Wachmannschaft besteht auch die Möglichkeit mit dem Auto in benachbarte Orte zu fahren und dort den Abend zu verbringen (z.B. in Dahme beim Ungarn). Wer nach dem Dienst einfach mal abschalten will, kann dies in der Sauna des "Bade-Paradies" tun.

Ich habe bislang zweimal Dienst am Weissenhäuser Strand geleistet und ich würde dies auch gern wieder tun.