Travemünde

Moin !

Im Jahr 2003 habe ich meine 8. Saison in Travemünde verbracht, nachdem ich in den Jahren davor durch mehrere Wachen an Nord- und Ostsee sowie im Binnenland getingelt bin.

Aber ich fange besser von vorne an. Die Wachstation in Travemünde besteht aus einer im Jahr 2000 neu gebauten Hauptwache sowie 3 wetterfesten Wachtürmen. Das angenehme an den Türmen ist, daß sie rundum geschlossen sind. Gerade bei windigen Tagen ein eindeutiges Plus. Wer schon einmal auf einem 0,5x0,5 Meter messenden Turm im Wind gesessen hat, weiß einen geschlossenen Turm zu schätzen.

Natürlich gibt es noch andere Dinge, die für Travemünde sprechen. Da wären zum einen die Boote zu nennen. Von den im Hafen liegenden Booten der DLRG Lübeck stehen allerdings nicht alle dem regulären Wachbetrieb zur Verfügung. Bei Begleitungen oder Absicherungen für Regatten oder ähnliches gefahren werden, werden auch sie eingesetzt. Mit ein wenig Glück kann es passieren, daß ihr auf ihnen eingeteilt werdet.

Neben den Motorrettungsbooten ist auch die Sanitätsausrüstung auf dem neuesten Stand. Nach einigen Querelen auf zwei anderen Wachen vorher einer der wichtigsten Punkte für mich persönlich. Mit der Sanitätsausrüstung gibt es in Travemünde überhaupt keine Probleme. Sollte mal etwas aufgefüllt werden müssen, geschieht dies schnell und unproblematisch. Die ganze Sanitätsausrüstung ist mit einem Rettungsrucksack pro Turm sehr gut. Zudem befinden sich auf den Türmen sowie der Hauptwache das Sauerstoff Demand-Ventil von Draeger. Zusätzlich befindet sich auf der Hauptwache ein Spineboard, Stifnecks, eine Arzttasche und seit 2003 ein Automatisierter-Externer Defibrillator (AED) von Draeger.

Eines der wichtigsten Argumente für mich, immer wieder auf diese Wache zu fahren, ist jedoch die Unterbringung. Sie erfolgt auf dem Segelschiff SS Passat im Passat-Hafen. Weiter unten könnt ihr ein Foto von der alten Dame finden. Auch wenn es recht beengt ist, ist die Unterbringung in den Kojen einfach kultig. Mit demütig gesenktem Haupt bewegt man sich durch die Gänge. 8) Zudem sind die Abende auf dem Achterdeck legendär. Sollte das Wetter mal nicht mitspielen geht es im Gemeinschaftsraum unter Deck weiter.

Aber auch nach der Wache bekommt ihr in Travemünde einiges geboten. Wem der Sinn nach Cocktails steht, kann gerade am Wochenende in die Caiphiranja-Bar gehen. Zudem stehen uns die Volleyballfelder am Strand zur Verfügung. Je nach Interesse der Gruppe fahren wir auch regelmäßig in die Ostsee-Therme nach Scharbeutz oder ins Brauberger nach Lübeck, wo es das beste selbstgebraute Bier im ganzen Norden gibt. (Allerdings reicht es bei Weitem noch nicht an Flensburger heran 8) Wem das alles nicht zusagt findet vielleicht mehr Gefallen an einem gemeinschaftlichen Abend auf dem Achterdeck der Passat direkt an der Travemündung. Zudem stehen im Gemeinschaftsraum unter Deck ein Fernsehen mit DVD-Player zur Verfügung sowie diverse Gesellschaftsspiele.

Ausstattung der Wache:

  • Einsatzbus VW T4 (Foto 25.370 Byte)
  • 2 Einsatzboote, von denen je nach Wachstärke immer zwei eingesetzt werden:
    • Trave 540 mit 70PS Tohatsu Außenborder, Eigenname: Nivea 32
    • Trave 540 mit 90PS Tohatsu Außenborder, Eigenname: Lumpi
  • Eine Hauptwache mit Sanitätsraum, Küche und Hauptturm
  • 3 geschlossene wetterfeste Wachtürme
  • Erweitertes Sanitätsmaterial auf allen Türmen sowie der Hauptwache inkl. der Möglichkeit Sauerstoff über ein Demand-Ventil zu geben. Auf der Hauptwache stehen zudem eine Schaufeltrage, Stifnecks und ein AED bereit.

Sofern ihr weiter Informationen oder die Anmeldeunterlagen sucht, könnt ihr sie auf den Internetseite der DLRG Lübeck finden. Näheres über das Kurbad Travemünde findet ihr auf deren Internetseiten. Selbstverständlich beantworten dir auch all die Wachgänger, die bereits in Travemünde gewesen sind, gerne deine Fragen. Ansonsten hoffe ich, daß wir uns irgendwann einmal in Travemünde während des Wachdienstes treffen. Es lohnt sich!

Tschau

Mika